Darf’s ein bisschen Klischee zum Mainstream sein?

Wir leben im Zeitalter der Emanzipation. Und dennoch liest man immer wieder von (jungen) Mädchen/Frauen, die trotz ihrer Heldinnenrolle immer wieder gerettet, beschützt oder umsorgt werden müssen/wollen/sollen. Oder so etwas wie Shades of Grey.

Wenn es aber um eine starke Frau als Heldin geht, die nicht ständig ihren Ritter um sich haben muss, sondern wie Buffy den Bösewichten selbst den Hintern aufreisst, dann wird das immer skeptisch betrachtet. Will die breite Masse wirklich noch das Klischee des Helden, der die Jungfer rettet, haben? Immer und immer wieder durchgekaut und neu erzählt?

Zumindest im Fantasy-Genre scheint das nach wie vor gängig zu sein. Oder wie seht ihr das?

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Ein Gedanke zu “Darf’s ein bisschen Klischee zum Mainstream sein?

  1. Meiner Meinung nach, liegt das Problem eher daran, dass die meisten Autoren auf die Idee vom strahlenden Helden, der die Prinzessin rettet, zurückgreifen, weil das bisher immer gut ankam. Von den Fantasy Autoren, die Frauen die Hauptrolle gaben, fallen mir nur Hohlbein, Heitz und Canavan ein. Vielleicht auch noch Bernhard Hennen. Leider waren die wenigsten dieser Bücher Bestseller und konnte dadurch andere Autoren motivieren, ebenfalls das Klischee zu durchbrechen. Was somit fehlt, ist ein Weltbestseller, der endgültig mit dem Klischee aufräumt und dem andere nacheifern würden.
    Denn gerade Die Mächte des Feuers von Markus Heitz, oder seine Judas-Triologie kamen bei den Lesern sehr gut an UND hatten Frauen als Helden. Wolfgang Hohlbeins Die Töcher des Drachen sowie der Fortsetzungsroman haben auch gute Kritik, wurden aber nie so berühmt.
    Ich denke, die Leser würden auch gerne Geschichten mit starken Frauen lesen, wenn es gute Romane darüber geben würde.

    Viele liebe Grüße,
    Phiipp

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